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ZIMO FAQ  -  Frequently asked questions

Hier auf den FAQ Seiten werden häufig gestellte Fragen zum ZIMO System und zu ZIMO Produkten wiedergegeben sowie unsere Stellungnahmen dazu.

Auf dieser Seite werden vorwiegend grundsätzliche Themen behandelt, also solche der System-Auslegung, der Preisgestaltung, der technischen Methoden, der Stellung zu Produkten des Mitbewerbs, des Designs, auch zu Vertrieb und Versand.

Weniger geht es hier um aktuelle Neuheiten, um Lieferbarkeit und auftretende Probleme und deren Lösungen - dafür gibt es auf dem ZIMO Web eine Reihe von Spezialseiten, sowie das ZIMO Forum.

Eine weiter Quelle für Anwenderfragen finden Sie im FAQ-Bereich des "MOBAZI-Forum"

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Häufig auftretende, kritische Fragen zu ZIMO und ZIMO Produkten
JULI 2005  AUGUST 2005
Expand Warum werden oft Produkte aus dem Programm genommen, bevor die neue Generation lieferfähig ist ?

Gerade in den Jahren 2009 bis 2011 kommt es öfter vor, dass eine bestimmte Produktkategorie vorübergehend nicht verfügbar ist, so geschehen vor allem beim gesamten Digitalsystem (Übergang von der MX1/MX31-Generation auf MX10/MX32), oder auch beim Miniatur-Decoder (Übergang vom MX620 auf MX621).

Diese Situationen sind natürlich nie wirklich so geplant, sondern sie passieren aus einer oder aus mehreren der folgenden Ursachen:

- Meistens steht im Hintergrund, dass die Entwicklung des Nachfolgeproduktes länger dauert als geplant; in extremem Ausmaß gilt dies für das Fahrpult MX32: die im Vergleich zum Vorgänger wesentlich komplexere Technologie (Display, Prozessor, Speicher, ...) erforderte neue Entwicklungsmethoden, neue Mitarbeiter, ... und letztlich mindestens ein Jahr mehr Zeit.

- Die aus Sicht von Außenstehenden einfach erscheinende Möglichkeit, das "alte" Produkt bis zum Erscheinen des neuen weiter zu produzieren, ist häufig nicht möglich, weil das Material hierfür entweder überhaupt nicht mehr erhältlich ist oder nicht in den notwendigen kleinen Stückzahlen. Beispielsweise ist war es wirtschaftlich nicht machbar, nochmals etwa 500 oder 1000 Fahrpulte des Typs MX31 herzustellen, weil extra dafür hätte das Gehäuse umkonstruiert werden müssen (Displays nicht mehr verfügbar gewesen), Software und Platine auf ein neues Display umgestellt werden müssen, und in zu kleinen Stückzahlen eingekauft werden müssen. Umgelegt auf das Einzelgerät hätte das zu einer Preiserhöhung des MX31 von etwa 50,- bis 100,- EUR gegenüber der Hauptserie geführt, und e hätte außerdem die Entwicklung des neuen MX32 zusätzlich verzögert.

- Häufig halten sich auch die Hersteller elektronischer Bauteile nicht an ihre eigenen Ankündigungen; so zum Beispiel ist der Miniatur-Decoder" MX621 lange an einem neuen Microcontroller "gehangen", der eigentlich seit Frühjahr 2010 verfügbar sein sollte, aber dann in mehreren Stufen auf Oktober verschoben wurde.

AUGUST 2010  
Expand Warum werden oft sehr frühzeitig Ankündigungen gemacht (und dann manchmal die Erwartungen nicht erfüllt) ?

Grundsätzlich wollen wir unsere Anwender nicht darüber im Unklaren lassen, wie es weitergeht. Damit können immerhin zum Teil jene Enttäuschungen vermieden werden, die zwangläufig entstehen, weil bei überraschender Produkt-Ablöse irgendjemand unwissentlich "der Letzte" sein muss, der ein "altes" Produkt kauft).

Andererseits sind Ankündigungen über Erscheinungstermine immer Prognosen, zugegebener Weise oft ziemlich optimistische. Hardware- und Software-Entwicklung ist eine schwer einzuschätzende Angelegenheit, besonders wenn man sich wie ZIMO auf technologisch vorderer Front bewegt, wo es noch keine Präzedenzfälle gibt. Besonders die Probleme beim Übergang von MX31 auf MX32 *) wurden krass unterschätzt; da ist es überhaupt erst im dritten Anlauf gelungen, einen erfolgreichen Weg (d.h. vor allem den richtigen Mann für diese Arbeit) zu finden.

Modeleisenbahn ist nun einmal (leider) kein Wirtschaftssektor, der besonders gewinnträchtig wäre, wo es finanzielle Ressourcen wie in der Mobiltelefon-Branche gäbe, aus denen ein Entwicklungsprojekt einfach und sofort zum zweiten Mal finanziert werden könnte. Stattdessen kommt es zu Verzögerungen oder manchmal auch zu Stornierungen von Projekten.

*) die Fahrpulte MX31 ("alt") und MX32 ("neu") sehen recht ähnlich aus, aber die Technik im Inneren ist eine ganz andere .... es kann natürlich darüber diskutiert werden, ob man für die Modelleisenbahn wirklich Farb-Bildschirme am Handregler braucht, Lokbilder, Gleisbild-Darstellungen, usw. Aber es ist nun einmal die Produktphilosophie von ZIMO, dass Steuerungsgeräte für Modellbahnen nicht so aussehen und arbeiten sollten, als würden sie aus dem vergangenem Jahrhundert (Jahrtausend) stammen - auch wenn mehrheitlich vom Mitbewerb noch solche Produkte angeboten werden und teilweise sogar noch im Stile der 90er-Jahre entwickelt wird.

AUGUST 2010  
Expand Warum werden oft angekündigte Weiterentwicklungen (SW-Updates) für bestehende Produkte nicht realisiert ?

Einfach gesagt: weil die Ressourcen zu gering sind, sowohl in finanzieller als auch in personeller Hinsicht. Hier stehen wir oft vor der Entscheidung, entweder das "alte" Produkt weiterzuentwickeln oder ein neues auf den Markt zu bringen:

Bestehende Anwender würden natürlich das Erstgenannte bevorzugen, ... das Problem ist nur: ohne Einnahmen können wir auch die Weiterentwicklung nicht finanzieren, ... und Einnahmen kommen nur aus dem Produktverkauf, ... und in ausreichendem Umfang verkauft können nur Produkte werden, die moderner als jene der Konkurrenz sind.

Eine andere Möglichkeit wäre, einfach "nichts" anzukündigen - dann können auch keine Erwartungen enttäuscht werden. Dann wäre allerdings die Beschreibung neuer Produkte prinzipiell unvollständig, ... und wir würden viele Anfragen erhalten, warum diese oder jene eigentlich logische Funktion nicht eingeplant ist, ... daher kündigen wir diese Dinge lieber gleich selbst an, ... und in der Praxis werden ja doch viele der Ankündigungen tatsächlich realisiert. Allerdings: die nicht realisierten bleiben besser in Erinnerung.

Die Schlussfolgerung für uns kann nur sein, dass wir uns in Zukunft mehr bemühen werden, hier eine bessere Balance zu finden.

AUGUST 2010  
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Warum ist ZIMO nicht (vollständig) kompatibel mit anderen DCC Systemen ?

Auf der Schienen-Ebene (Kommunikation zwischen System und Decodern) ist ZIMO sehr wohl kompatibel mit Fremdprodukten - durch das DCC Protokoll gemäß den Standards und "Recommended Practices" der NMRA. Tatsächlich werden in der Praxis sicher mehr als die Hälfte aller ZIMO Decoder zusammen mit Fremdsystemen eingesetzt. Und umgekehrt dürfte es ähnlich sein. Dies gilt natürlich sowohl für Fahrzeug- als auch für Magnetartikel-Decoder !

Auf der Ebene der Geräte und Module hätte hingegen eine Berücksichtigung von Fremdprodukten gravierende Nachteile:

1) Über die Gesamt-Leistungsfähigkeit eines Systems entscheidet letztlich immer das schwächste Glied. Beispiel: der bei ZIMO verwendete CAN Bus ist besonders schnell und effizient; der damit verbundene Aufwand wäre aber nutzlos, würde man ihn auf das Niveau fremder Artikel herabdrücken. Ein anderes Beispiel: ZIMO Fahrpulte benützen für bestimmte Aufgaben zweckmäßigerweise das Basisgerät als zentralen Datenserver, als zentrales Interface, usw.; bei Verwendung einer Fremdzentrale würden viele Funktionen verloren gehen.

2) Die Einbeziehung von Fremdprodukten würde Entwicklungskapazitäten binden, die bei der funktionellen Weiterentwicklung des Systems dringend gebraucht werden. Zudem wäre die flexible Anpassung der Gerätefunktionen und des Datenaustausches zwischen den Systemkomponenten an neue Erfordernisse verunmöglicht, weil es eben für Fremdprodukte keine synchronen Software-Updates gibt (oder diese überhaupt nicht update-fähig sind).

Zumindest in der aktuellen Situation und in der nächsten Zukunft gehört also ein ZIMO Fahrpult zum ZIMO Basisgerät; ein ZIMO Funk-Fahrpult braucht einen ZIMO Funk-Modul; ein ZIMO Gleisabschnitts-Modul kann nur im Rahmen des ZIMO Systems funktionieren, usw.

Teil-Kompatibilitäten gibt es allerdings auch: So kann ein ZIMO Kehrschleifen-Modul auch durchaus im Rahmen von Fremdsystemen seine Vorteile ausspielen. Zur Verwendung innerhalb von ZIMO Systemen sind auch Booster fremder Herkunft geeignet (aber nicht wirklich empfohlen ...), und es gibt eine Reihe von Partner-Produkten: hauptsächlich die Software-Pakete ZST, PFuSch und STP, aber auch diverse Adapter, den CANKey oder Stellwerks-Platinen.

JULI 2005


AUGUST 2010





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Warum ist ZIMO so teuer ?

Kommentare und Analysen zu den Themen - Ist ZIMO wirklich teuer ? - Für wen lohnt sich ZIMO ? - usw. - könnten Bücher füllen ... "Ich will ja nur ..." - Wenn jemand mit diesen vier Worten (mit dem "nur") die Beschreibung der Anforderungen an seine Modellbahn-Steuerung einleitet, ist er wahrscheinlich kein typischer ZIMO Anwender.

ZIMO Produkte beschränken sich selten auf das "nur", also auf das Notwendigste. Warum auch ? Schließlich ist die Modelleisenbahn an sich ja nichts Notwendiges. Die ZIMO Technik ist vorrangig für jene Modellbahner ausgelegt, die größere betriebliche Wünsche für ihre Anlage und daher höhere Ansprüche an die Steuerung haben.

Die Anfangsinvestition ist sicher etwas höher als anderswo, weil bei ZIMO Dinge wie 8 A Strom auf der Schiene, einstellbare Fahrspannung, Messung und Anzeige des aktuellen Verbrauchs, die Schnittstelle zum Computer (auch zum Updaten des Systems !), die Möglichkeit, Fahrzeuge und Magnetartikel mit Namen (statt mit Adressen) anzusprechen, u.v.a. einfach von Beginn an als Selbstverständlichkeiten dazugehören.

Über die Notwendigkeit des Farb-Bildschirmes und des 1 GB Speichers im Handregler, wie sie im neuen MX32 zum Einsatz kommen, gibt es geteilte Meinungen; an sich taugen natürlich auch ein grob-gepixeltes monocolores LCD-Display und ein billiger "AVR"-Prozessor aus den 90er-Jahren zum Fahren einer Lok, aber solche Geräte passen nicht mehr wirklich in eine Welt der Smart-Phones, und werden daher von ZIMO nicht mehr angeboten.

Nicht bestreiten wollen wir, dass es manchmal auch eine gewisse Luxus-Tangente gibt. Etwa im Falle der ZIMO Fahrpulte MX31 und MX32 gehen wohl 10 bis 15 % des Preises auf das Konto von Design und Lackierung. Ein Industrie-Standardgehäuse und eine simple Folientastatur, wie sie in vielen Produkten des Mitbewerbs zur Anwendung kommen, wären billiger - aber ein bestimmtes Maß an Exklusivität ist eben auch Bestandteil der ZIMO Systemphilosophie.

JULI 2005 AUGUST 2010
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Warum gibt es kein preisgünstiges Fahrpult als Alternative zum teuren MX31, MX32, .... ?

Wir erhalten oft die Anregung, ein preisgünstiger Fahrpult neben den vorhandenen, relativ teuren Geräten, anzubieten, wo beispielsweise nur die Adresse ausgewählt, gefahren und die wichtigsten Funktionen geschaltet werden könnten.

Es ist durchaus denkbar, dass es ein solches Produkt geben wird, oder dass ein existierendes Fremdprodukt einbezogen wird. Dass es bisher nicht dazu gekommen ist, liegt hauptsächlich daran dass die Konzeption und Entwicklung eines solchen Alternativproduktes (oder auch der Anbindung eines Fremdproduktes) beträchtliche Kapazitäten binden würde (Arbeitskraft, finanzieller und organisatorischer Aufwand), was zwar wahrscheinlich eine gewisse Verbreiterung des Kundenpotenzials mit sich bringen, aber das technische Niveau des Systems nicht weiterbringen würde.

NOV. 2006  
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Warum wird ZIMO vom durchschnittlichen Fachhändler weniger positiv beurteilt als von Anwendern und Presse ?

Vorbemerkung aus dem August 2010: Aufgrund der verstärkten "ab Werk eingebaut" Aktivitäten von ZIMO ab dem Jahr 2010, also Erstausrüstung von Groß- und Kleinserien-Fahrzeugen mit ZIMO Decodern) kommt ZIMO nun auch bei vielen Fachhändler "in Mode". Trotzdem gilt der Text aus dem Jahr 2005 zum Teil noch immer:

ZIMO entwickelt Produkte mit dem Ziel, den Modellbahnern maximale Leistungsfähigkeit, hohen Komfort und eine gewisse Unverwechselbarkeit zu bieten - mit Erfolg, denn ZIMO Produkte schneiden bei Vergleichstests sehr positiv ab, und ZIMO Produkte werden von vielen Anwendern hoch geschätzt.

Für den Fachhändler gibt es - verständlicherweise - auch andere Kriterien; neben der guten Marge ist gefragt: vor allem ein möglichst geringer eigener Aufwand in jeder Phase: Aufbau eines Vorführsystems ohne Werkzeug, Inbetriebnahme ohne Anschauen einer Betriebsanleitung, keine Veränderungen auf längere Sicht.

Diesen Wunschvorstellungen des Händlers entspricht weder ZIMO als Hersteller noch ZIMO als System so richtig ... um das ZIMO System betreiben zu können, müsste im Laden doch zumindest Trafo, Zentrale und Fahrpult miteinander verbunden werden. Ganz ohne Betriebsanleitung kann man wohl auch mit ZIMO eine Lok zum Laufen bringen, aber eben keine Systemvorteile ausnützen. Und neue Software zum Updaten, neue Features und Erweiterungen gibt es in kurzen Zeitabständen (und das macht Arbeit ...).

Daher zieht es so mancher Fachhändler vor, nicht mit ZIMO zu arbeiten, sondern ein Gerät in Stil und Technik der 80er- und 90er-Jahre als zeitgemäßes System zu präsentieren und zu verkaufen ....

JULI 2005 AUGUST 2010
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Warum ist die Verpackung der ZIMO Decoder so sparsam und unauffällig ?

Manchmal wird bemängelt, dass bei ZIMO jeder Versuch unterbleibt, den Wert des Produktes durch edle Verpackung zu unterstreichen, besonders was die Decoder betrifft: "Der beste Decoder in der kümmerlichsten Verpackung."

Anderseits sind nach einer im Juni 2005 durchgeführten Umfrage die Klarsicht-Dosen, in denen wir unsere Decoder ausliefern, gar nicht so unbeliebt: platzsparend, stabil, portosparend beim Versand, und auch nach Entnahme des Decoders kein Müll, sondern gut für das Kleinteile-Lager zu brauchen.

Im Wesentlichen ist es natürlich eine reine Kostenfrage. Das Verpackungsmaterial muss genauso bezahlt werden wie jedes elektronische Bauteil - und ZIMO legt eben mehr Wert auf die Qualität der letzteren als auf die vergängliche Optik einer bunten Schachtel. Dies sollte doch durchaus im Sinne der Anwender liegen ...

JULI 2005  
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Warum gibt es nicht zu jedem einzelnen Decoder und Modul eine (gedruckte) Betriebsanleitung ?

Sie als Leser dieser Zeilen auf der ZIMO WebSite sind vielleicht nicht der richtige Adressat für diese Stellungnahme: weil Sie wissen sicher, dass Sie nur ein paar Zentimeter weiter oben "Betriebsanleitungen" anklicken müssen, um die aktuellsten Ausgaben zu holen !

ZIMO Produkte, auch Decoder, bieten eine große Funktionsvielfalt; dementsprechend umfangreich sind die Betriebsanleitungen (50 A4-Seiten und mehr). Diese sind aber (wie die Produkte selbst) einem ständigen Verbesserungsprozess (Beschreibung neuer Features in neuen SW-Versionen, Einarbeitung von Kundenhinweisen, ...) unterworfen; sie können daher nicht in großer Auflage für einen längeren Lieferzeitraum hergestellt werden, sondern müssen für den unmittelbaren Bedarf, und somit auf kostspielige Weise, gedruckt werden.

Die Beigabe einer solchen Betriebsanleitung zu jedem einzelnen Decoder würde den Verkaufspreis des Decoders um 5 bis 10 % hinauftreiben (außerdem aufgrund von Volumen und Gewicht mehr Versandkosten verursachen als die Decoder selbst), ohne einen wirklichen Nutzen zu haben: der Anwender hat ja normalerweise nicht nur einen einzigen ZIMO Decoder im Einsatz, sondern deren mehrere oder viele.

Die aktuellen Betriebsanleitungen auf der ZIMO WebSite sind natürlich auch insofern von Bedeutung, da beim kostenlosen Anwender-seitigen SW-Update (der ja bei allen Decodern seit 2004 möglich ist) naturgemäß keine neue gedruckte Betriebsanleitung vorhanden ist.

JULI 2005  
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Fragen zu ZIMO Startsets, Basisgeräten und Fahrpulten ("altes" System)

Die folgenden Fragen und Antworten beziehen sich auf das "alte" System (MX1, MX31, ...);  sie sind daher nur mehr für den Gebrauchtwarenmarkt von Bedeutung, auf diesen kommen mit der Einführung des neuen System vermehrt Produkte dieser Generation. Eben deswegen bleiben diese Punkte noch in den FAQ's.

Für das "neue" System existieren zum jetzigen Zeitpunkt noch keine FAQ's.

JANUAR 2006 AUGUST 2010
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Welches Basisgerät ist das passende ?

MX1EC, MX1 und MX1HS unterscheiden sich in Ausgangsleistung und Ausführung; sie sind jedoch funktionell gleichwertig.

MX1EC, MX1: 8 A Fahrstrom, Economy-Variante (kostengünstiges Gehäuse, gemeinsamer Ausgang Anlage und Programmiergleis, kein eingebautes Display),
MX1HS: 2 x 8 A Fahrstrom (bei Bedarf auf 16 A kombinierbar), Standard-Ausführung (getrennte Ausgänge, Display).

JANUAR 2006  
Expand Kann systemfremder Transformator anstelle von TRAFO25 verwendet werden ?

Im Prinzip, ja . . . jedoch sind typische Modellbahn-Trafos wenig geeignet, weil diese nicht spannungs-stabil sind. Brauchbar sind nur Transformatoren mit 150 VA oder mehr und einer Ausgangspannung, welche die gewünschte Fahrspannung (die am Basisgerät eingestellt werden soll) im gesamten Belastungsbereich um mindestens 5 V übersteigt, aber auch im Leerlauf nicht mehr als 32 V beträgt (Nennspannung nicht über 28 V).

JANUAR 2006  
Expand Ist ein MX31ZL - das Fahrpult mit "Mini-Zentrale" - (anstelle MX31) im Startset sinnvoll ?

Häufig ja . . . Das MX31ZL ist als ganz “normales” vollwertiges Fahrpult einsetzbar (einziger Nachteil: nur eine CAN-Bus Buchse statt zwei), bietet jedoch beträchtliche Vorteile zum moderaten Aufpreis:

- es kann von der großen Anlage abgekoppelt und als selbstständiges Kleinsystem, z.B. in der Werkstätte, verwendet werden,
- es ist nebenbei ein Computer-unabhängiges (!) Decoder-Update-Gerät; bereits das allein kompensiert die Mehrkosten.

JANUAR 2006  
Expand Ist ein Funk-Basis-Modul MXFU für jedes Funk-Fahrpult notwendig ?

Nein . . . in der Regel wird nur ein Funk-Basismodul MXFU für das gesamte System gebraucht, da dieses als Gegenstelle für die (bi-direktionale) Funk-Kommunikation mit 4 (oder mehr, wenn schwacher Verkehr) Fahrpulten MX31FU (auch MX2FU, MX21FU) dient.

In einem Funk-Startset ist zum Betrieb des darin enthaltenen Funk-Fahrpultes auch ein Funk-Basismodul MXFU enthalten, welches aber später auch für mehrere Funk-Fahrpulte gleichzeitig verwendet werden kann

JANUAR 2006  
Expand Sind ZIMO Einzelgeräte (Basisgeräte, Fahrpulte) mit Fremdsystemem kompatibel ?

Nein . . . Geräte wie Basisgeräte, Fahrpulte, oder auch Gleisabschnitts-Module sind an den CAN-Bus als ZIMO Netzwerk gebunden, und - noch wichtiger - die Arbeitsaufteilung zwischen den Systemkomponenten (einfaches Beispiel: Beschleunigungsvorgang) ist System-spezifisch. Kompatibilität zwischen Produkten unterschiedlicher Provenienz wäre (ist in vielen Fällen, wo Produkte als Zubehör zu verschiedenen Systemen angeboten werden) nur für primitive Grundfunktionen möglich

JANUAR 2006  
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Fragen zu ZIMO Decodern
  AUGUST 2010
Expand Warum gibt es von ZIMO keine Low cost - Decoder (Basic Decoder, Standard Decoder, ... wie es anderswo heißt) ?

Diese Frage ist intern und mit Vertriebspartnern schon oft diskutiert worden; letztlich war das Ergebnis im Sinne von eventuellen Low cost - Typen aber immer "negativ". Die Gründe dafür sind:

- Die Entwicklungskapazität ist begrenzt; auch die Reduktionsentwicklung von einem hochwertigen Typ zu einer einfacheren Version bedeutet einen gewissen Aufwand, der den Fortschritt in der "Spitzenentwicklung" bremsen würde. Und das Hauptziel von ZIMO ist nun einmal, Spitzenprodukte anzubieten, nach Möglichkeit die Spitzenprodukte am Mosdellbahn-Markt schlechthin.

- Der Kostenunterschied in der Produktion zwischen "Basics" und voll ausgestatteten Decodern ist in Wirklichkeit nicht sehr groß. Manche Hersteller "spreizen" die Preise künstlich, d.h. die "Basics" werden unter ihrem kalkulierten Preis angeboten und die "besseren" zu überhöhten Preisen. Dies ist auch nicht die Firmenpolitik von ZIMO .... wir gestalten unsere Preislisten weitestgehend nach dem tatsächlichen Aufwand.

SEPT. 2010  
Expand Haben Entstör-Komponenten in den Loks einen Einfluss auf die Regelung ?

Ja, manchmal (in modernen Loks sogar häufiger als früher) ... Üblicherweise sind die Motoren von Modellbahn-Lokomotiven mit vorgeschalteten Drossel-Spulen und Kondensatoren ausgestattet. Diese sollen Funk-Störungen (z.B. Behinderung des Fernsehempfangs) durch das "Bürstenfeuer" des Elektromotors verhindern.

Solche Komponenten verschlechtern die Regelbarkeit des Motors. ZIMO Decoder kommen an sich vergleichsweise gut damit zurecht, d.h. es besteht in vielen Fällen kaum ein Unterschied, ob diese Entstör-Komponenten nun belassen oder beseitigt werden. Aber in den letzten Jahren werden mehr und mehr größere Drosseln in die Loks eingebaut als früher üblich - und diese beeinträchtigen das Fahrverhalten bisweilen doch merkbar.

Die potentiell "schädlichen" Entstör-Drosseln sind meistens erkennbar durch eine Bauform wie ein Widerstand mit Farbringen (im Gegensatz zu einem drahtumwickelten Ferritstab). Das heißt aber nicht, dass solche Drosseln in allen Fällen sich tatsächlich negativ auswirken. Indikatoren für die tatsächliche Schädlichkeit im konkreten Fall sind neben einer generell unbefriedigenden Regelung (Ruckeln, ...):

- geringe Ausregelkraft der Lok; Aufschluss gibt ein Test,  wo versuchsweise auf Niederfrequenz - CV # 9 = 200 - umgeschaltet wird und kontrolliert wird, ob dabei die Regelung kräftiger wird; wenn dies der Fall ist, sind wahrscheinlich die Drosselspulen schuld daran, dass die Regelung im Hochfrequenzbetrieb nicht voll funktioniert.

- wenn ein Unterschied in der Regelung zwischen 20 und 40 kHz (durch CV # 112 / Bit 5 wählbar) feststellbar ist; wenn die Regelung bei 40 kHz (noch) schlechter oder schwächer wird, sind ebenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit die Drossel-Spulen schuld.

Abhilfe, wenn es Probleme gibt: Drosselspulen überbrücken ... (oder Entfernen und durch Drahtbrücke ersetzen) !

Entstör-Kondensatoren sind vor allem dann "schädlich", wenn sie vom Motor zu den Schienenpolen geschaltet sind; ansonsten haben Kondensatoren im nach bisherigen Erfahrungen weniger negativen Einfluss auf die Regelung.

Abhilfe, wenn es Probleme gibt: Kondensatoren entfernen !

Hinweis: Die Entstör-Kondensatoren haben nach bisherigen Erfahrungen weniger negativen Einfluss auf die Regelung; aber in einigen Fällen doch, besonders wenn sie vom Motor zu den Schienenpolen geschaltet sind !

NOV. 2006, ergänzt:
JULI 2008
AUGUST 2010
Expand Sind Zimo Decoder kompatibel mit allen DCC Systemen ?

Probleme sind relativ selten, aber manchmal eben doch vorhanden. Unterschiedliche Ausstattung der Digitalzentralen, besonders solchen älterer Konstruktion, kann dazu führen, dass beispielsweise nicht alle Funktionen erreichbar sind, oder nicht alle CV’s programmiert werden können. Allerdings gibt es für die meisten Fällen Abhilfemaßnahmen von Seiten der Decoder. Siehe Betriebsanleitungen; es gibt am jeweils am Ende Kapitel über den Einsatz in Fremdsystemen. Im Falle von Problemen: ZIMO fragen !

JANUAR 2006  
Expand 14 oder 28/128 Fahrstufen - das “ewige” Ärgernis ?

Mit ziemlicher Sicherheit in 20 Jahren DCC der häufigste Grund für Beschwerden und überflüssige Reparatur-Einsendungen. Die typische Fehlerbeschreibung: “Die Stirnlampen funktionieren nicht oder blinken eigenartig ...”.

Meistens passiert das, weil das System auf 14 Fahrstufen eingestellt ist, jedoch der Decoder auf 28/128 (wie dies bei ZIMO und anderen modernen Decodern dem Auslieferungszustand entspricht) oder umgekehrt. Das Tückische dabei ist, dass niemand auf die Idee kommt, dass sich die Diskrepanz in den Fahrstufen auf die Stirnlampen auswirken könnte (higegen nur eher unauffällig auf das Fahrverhalten selbst); die historisch gewachsene DCC Datenstruktur bewirkt aber genau Dieses.

Mittlerweile (2008) hat sich dieses Kapitel doch weitgehend erledigt, da es offensichtlich kaum noch Systeme (zumindest keine neuen) mit 14 Fahrstufen gibt, und deren verbliebene Betreiber bereits wissen, was zu tun ist.

JANUAR 2006 OKTOBER 2008
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Das Problem "8 Funktionen" oder "12 Funktionen"

Diese Angelegenheit hat sich mittlerweile weitgehend erledigt, da alle ZIMO Produkte (System-Produkte und Decoder) seit dem Jahr 2003 auf 12 Funktionen initialisiert sind.

Die Funktionen F5 - F8 sowie die "MAN" -Funktion arbeiten nur korrekt, wenn Basisgerät und Decoder bezüglich "8-" oder "12-Funktions-Modus" übereinstimmen. Nicht betroffen sind Anwender von ZIMO Decodern zusammen mit Fremdsystemen, und solche Fälle, wo nur die Funktionen F0 - F4 (aber nicht F5, ...) verwendet werden und die "MAN"-Funktion überhaupt nicht gebraucht wird (also "signalabhängige Zugbeeinflussung" nicht eingesetzt wird).

JANUAR 2006 AUGUST 2010
Expand Sind ZIMO Decoder elektrisch unzerstörbar ?

Nein (ebenso wie andere Fabrikate) ...  theoretisch wäre das möglich, praktisch kaum . . . natürlich sind ZIMO Decoder mit Überstromschutz für alle Ausgänge ausgestattet, sowie mit Übertemperatur-Abschaltung; aber Sicherheitslücken gibt es, weil deren Vermeidung zu aufwändig wäre (vor allem bezüglich des Platzbedarfs).

Daher: Decoder sollten sorgfältig eingebaut werden, Verwechseln von Anschlussdrähten vermieden werden, Betrieb mit defekten Motoren, und (vor allem) Berührung von Komponenten der Decoder-Platine mit Metall-Teilen des Fahrzeugs.

JANUAR 2006  
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Sind 20 kHz (oder 40 kHz) Motoransteuerungsfrequenz ausreichend für alle Motoren ?

Zur Erklärung: Alle ZIMO Decoder (ungefähr seit dem Jahr 2000) betreiben den Motorausgang mit "Hochfrequenz" (früher 16 kHz, später eben 20 oder 40 kHz). Diese Art der Ansteuerung ist default-mäßig (also im Auslieferungszustand oder nach "hard reset") eingestellt.

Von den Herstellern hochwertiger Motoren (Faulhaber, Maxxon, usw.) wird empfohlen, mit mindestens 5 kHz anzusteuern, wegen der anzustrebenden Geräuschlosigkeit besser mit 15 kHz oder mehr (also oberhalb der Hörgrenze); für Laufeigenschaften und Lebensdauer des Motors selbst bedeutet es keinen nennenswerten Unterschied, ob diese Frequenz nun eben 5 kHz, 20 kHz, 40 kHz oder noch mehr beträgt. Demgemäß sind alle ZIMO Decoder bei jeder Einstellung voll "faulhaber-tauglich" !

Die Verwendung von 20 kHz hat gegenüber 40 kHz den Vorteil, dass weniger "Umschalteverluste" anfallen, d.h. etwas weniger Leistung "verheizt" wird. Daher ist die Beibehaltung der Default-Einstellung (eben 20 KHz) empfehlenswert.

JULI 2005  
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Reicht der Ausgangsstrom von ca. 1 A, der für viele ZIMO H0 - Decoder spezifiziert ist ?

ZIMO Decoder für H0 sind auf 1 A  oder 1,2 A Motorstrom spezifiziert, mit Ausnahme der Miniatur-Decoder.

Vorübergehende Überschreitungen (z.B. beim Anfahren oder bei der Auffahrt über die Zugwendel) spielen keine Rolle, weil die dabei entstehende thermische Belastung durch eine nachfolgende Minderbelastung wieder ausgeglichen wird, da es nach der Aufwärtsfahrt irgendwann wieder abwärts geht. Die Motorendstufe selbst ist wesentlich leistungsfähiger als der angegebene maximale Motorstrom (bei typischen ZIMO H0-Decodern z.B. 3 oder 5 A, bei Großbahn-Decodern bis 30 A).

Moderne H0-Loks verbrauchen in allen Situationen weniger als 1 A; und mit neuen Lok-Generationen sinkt der Verbrauch tendenziell weiter. Auch fast alle zweimotorigen Loks können mit einem einzelnen ZIMO Decoder betrieben werden !

JULI 2005  
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Kann die Spannungsreduktion per CV # 60 für Niedervoltlämpchen verwendet werden ?

Die Spannungsreduktion per CV # 60 dient hauptsächlich dazu, Lämpchen, deren Betriebsspannung um einige Volt unter der Schienenspannung liegen, entsprechend anzupassen. Daher können beispielsweise 12 V oder 14 V - Lämpchen in der Lok belassen werden, auch wenn die Schienenspannung auf 18 V oder mehr gesetzt ist.

Nicht geeignet ist diese Art der Spannungsreduktion (gepulste Schienenspannung) hingegen für den direkten Anschluss von 1,2 V bis 1,5 V - Lämpchen oder auch 5 V - Lämpchen, wie sie in Kleinserien-Modellen häufig verwendet werden. Dafür sollte ein Empfänger-Typ wie MX632V oder MX69V, MX690V (oder Nachfolger) eingesetzt werden, die eine geglättete Gleichspannung (je nach Typ und Beschaltung 1,5, 5 V, andere) liefern.

JULI 2005  
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Fragen zu ZIMO Sound-Decodern
   
Expand Warum sind ZIMO Sound Decoder auf Lautsprecher mit 8 Ohm Impedanz (4 Ohm ab 2010) ausgelegt ?

8 Ohm ist die mit Abstand gebräuchlichste Impedanz bei Kleinlautsprechern; dadurch gibt es eine Riesenauswahl von Typen aus verschiedensten Einkaufsquellen. Auch ZIMO selbst hat ein Palette von Lautsprechern im Lieferprogramm, von denen einige Miniaturtypen mit keiner anderen Impedanz als eben 8 Ohm verfügbar wären (weil es sich um Mobiltelefon-Lautsprecher handelt).

Die im Modellbahnbereich auch gebräuchlichen 100 Ohm - (und auch 32 Ohm) Lautsprecher gelten hingegen außerhalb desselben eher als "Exoten" mit entsprechend kleiner Typenvielfalt. Dass es zu deren Einführung kam, hat historische Gründe: bis etwa zum Jahr 2000 wären die Spannungsregler, die für 8 Ohm - Lautsprecher gebraucht werden, zu groß und teuer gewesen ....

Da ZIMO jedoch erst im Jahr 2005 mit der Entwicklung von Sound Decodern begonnen hat, sind von Beginn an die aktuellen technischen Möglichkeiten eingeflossen, und diese sprechen für 8 Ohm. Vorteilhaft an der 8 Ohm - Technik ist (neben der großen Typenauswahl):

- Leistung (Lautstärke) unabhängig von Fahrspannung (weil Spannungsregelung auf 5 V vorgeschaltet),
- Versorgungsunterbrechungen bei schlechtem Schienenkontakt leichter zu beherrschen.

Die neuesten ZIMO Sound-Decoder (ab 2010; MX642, MX643, MX644, ...) sind mit Audio-Verstärkern ausgerüstet, die auch 4 Ohm - Lautsprecher verkraften können - oder zwei 8 Ohm - Lautsprecher parallel-geschaltet. Dies schafft noch mehr Sound-Volumen.

Noch mehr Sound produzieren die "Enhancement-Platinen" für die ZIMO Großbahn-Sound-Decoder; die anschließbare Impedanz ist ebenfalls 4 Ohm, aber durch die Verstärker-Versorgung von 12 V (anstelle 5 V) ist die Leistung entsprechend höher. 

JULI 2008 JULI 2008
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Warum gibt es nicht einfach für jeden Loktyp den richtigen Sound (wie beim Mitbewerb) ?

Diese Frage verliert an Bedeutung, weil auch bei ZIMO immer mehr Sound-Projekte zur Verfügung stehen (siehe ZIMO Sound Dabase), aber ein gewisser numerischer Rückstand besteht tatsächlich auch noch im Jahr 2010.

Das ZIMO Konzept sieht vor, den Anwender nicht nur einfach mit „Fertigkost“ zu versorgen (und der schlichten Behauptung „Das ist die echte Lok“), sondern umfangreiche Variationsmöglichkeiten zu bieten. Auch bei der echten Eisenbahn klingen nicht alle Exemplare einer Baureihe völlig identisch; die Unterschiede durch Zustand, Umbauten und Wartungsmaßnahmen (Ersatzteile, z.B. neue Dampfpfeife), und Umgebungsbedingungen sind oft größer als die Unterschiede zwischen den Baureihen.

Eine ZIMO „Sound Collection” im Decoder ist die bevorzugte Auslieferungsform und eine Spezialität des ZIMO Sound Konzepts, welche durch den großzügig bemessenen Speicherplatz im Decoder ermöglicht wird: Sound-Samples und Parameter für mehrere Fahrzeugtypen (beispielsweise 5) sind gleichzeitig im Decoder gespeichert; durch Auswahl-Prozeduren wird vom Fahrgerät her bestimmt (also ohne Sound-Laden vom Computer), welches Geräusch tatsächlich im Betrieb erklingen soll.

Dabei hat der Anwender die Freiheit, das Klangbild für seine Lok nach eigenem Geschmack zusammenzustellen, da beispielsweise eines von 5 Dampfschlag-Sets mit einem von 10 vorhandenen Pfiffen (oder auch mit mehreren davon auf verschiedenen Tasten) kombiniert werden kann, dazu noch eine Auswahl unter Glocken, Luftpumpen-Geräuschen, Dampfschaufel- oder Ölbrenner-Geräuschen, Bremsenquietschen, usw.

Die “Sound Collection” ist an sich eine spezielle Form des “Sound-Projekts” (siehe unten), und steht ebenso auf www.zimo.at (unter UPDATE, Decoder) zum Download und Laden bereit (für den Fall, dass der Decoder nicht bereits mit der richtigen Collection bezogen wurde).

ZIMO „Ready-to-use“ Sound-Projekte stehen auf www.zimo.at (unter Update & Sound, Sound Database)  zum Download in den Decoder bereit, was mit Hilfe des "ZIMO Rail Centers" ZIRC oder mit dem "ZIMO Sound Program" ZSP geschieht.  In der ZIMO Sound Database gibt es auch Info über die entsprechenden Vorbilder, teilweise Videos und mp3-Hörproben, sowie über die projekt-eigenen Funktionszuordnungen und CV-Einstellungen. Das Angebot wird laufend erweitert, auch unter Mitwirkung von ZIMO Partnern auf deren Homepages oder WebShops.

Wenn gewünscht kann das originale ZIMO Sound-Projekt vor der Übertragung in den Decoder im ZIMO “Sound Programm” ZSP bearbeitet werden - um Funktionszuordnungen anzupassen, Zufallsgeneratoren zu setzen und andere Einstellungen vorzunehmen.

Während des Fahrbetriebs können Funktionszuordnungen, Sound- (und andere) Parameter vom Fahrgerät her verändert werden; bei Bedarf werden später (wieder am Update-Gleis und unter ZSP), diese Daten in den Computer hochgeladen, um damit ein neues privates Sound-Projekt zu bilden, zu sichern und weiterzuverwenden.

Noch komfortabler wird das Bespielen von Decodern mit Sound- Projekten aus dem USB-Stick über das “Zentral-Fahrpult” MX31ZL - oder mit dem "neuen" Basigerät MX10, ohne Computer, Programm-Installieren, usw.

“Selbst-gemachte” ZIMO Sound-Projekte werden ebenfalls mit Hilfe des “ZIMO Sound Program” ZSP zusammengestellt  Es können alle verfügbaren Quellen, inklusive eigner Aufnahmen, als Sound-Samples herangezogen werden.

JULI 2008 AUGUST 2010
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Warum sind manche ZIMO Sound-Projekte kostenpflichtig und wie funktioniert das ?

Die Preise der ZIMO Sound-Decoder können in einem relativ niedrigen Bereich gehalten werden, indem aufwändig zu produzierende Sound-Projekte kostenpflichtig gemacht werden. Auch der sich in diesem Fällen ergebende Gesamtpreis (aus Decoder und Projekt) ist noch immer attraktiv.

Die kostenpflichtigen Sound-Projekte werden von externen ZIMO Partnern erstellt, die über besondere Zugangsmöglichkeiten und Erfahrungen mit den jeweiligen Fahrzeugen verfügen. Die eingehobenen Aufpreise für den "Lade-Code" werden zu deren Honorierung verwendet.

Diese kostenpflichtigen Sound-Projekte sind ebenfalls aus der ZIMO Sound Database zu beziehen, sind jedoch nur in Decodern verwendbar, die den passenden kostenpflichtigen "Lade-Code" (in den CV's # 260 bis 263) enthalten. Siehe ZIMO Preisliste: Positionen LACOK-DAE bzw. LACOG-DAE (typische Kosten EUR 10,- bis 25,- je nach Bündel und Decoder-Typ).

Gegen Aufpreis beim Kauf können ZIMO Sound Decoder mit werksseitig eingeschriebenem "Lade-Code" bezogen werden und sind dann von Beginn an bereit zur Aufnahme von "coded" Sound-Projekten eine bestimmten Bündels bezogen werden. "Lade-Codes" können auch nachträglich bestellt werden; siehe dazu www.zimo.at, unter Update & Sound, Sound Database.

AUGUST 2010  
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Fragen zu ZIMO speziellen Fearures und MX9-Anwendungen
JANUAR 2006 Update geplant
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Grosse Anlagen mit Boostern und mehreren Versorgungsbereichen

Grosse Anlagen (mit einem Fahrstrom von mehr al 8 A) können nicht von einem einzigen Basisgerät-Ausgang versorgt werden, sondern benötigen den zweiten Ausgang eines Basisgerätes MX1HS und/oder neben dem Basisgerät externe Booster-Geräte. In diesem zerfällt die Anlage in einzelne doppelseitig voneinander getrennte Versorgungsbereiche mit einem Fahrstrom von jeweils 8 A.

Wenn die Anlage auf Gleisabschnitte aufgeteilt ist, und jeder dieser Gleisabschnitte von einem Ausgang eines Gleisabschnitts-Moduls MX9 (zur Besetztmeldung, Zugbeeinflussung, usw.) versorgt wird, bedeutet dies, dass jeweils eine Gruppe von MX9 an einem Basisgerät- oder Boosterausgang angeschlossen; die Gleisabschnitte einer solchen MX9-Gruppe bilden damit einen Versorgungsbereich bildet. Die "gemeinsame Schiene" - die "N-Seite" - (die MX9-Abschnitte sind ja bekanntlich nur einseitig isoliert und einpolig an den MX9-Ausgängen angeschlossen) muss dort unterbrochen sein, wo auf der Abschnittsseite der Bereich der MX9-Gruppe (eben der Versorgungsbereich) endet.

Die Grenzen zwischen den Versorgungsbereichen soll so gewählt werden, dass es nur kurzfristig (beim Überrollen) zu einer elektrischen Verbindung zwischen den Bereichen kommen kann, dass also normalerweise keine Loks oder strom-durchleitende Wagen darauf zu Stehen kommen, da es ansonsten zur Überlastung von Gleichrichtern und Leiterbahnen in einem der Basisgeräte oder Booster kommen könnte.

ACHTUNG: Wenn Gleisabschnitts-Module MX9 verwendet werden, dürfen die Ausgänge eines Basisgerätes MX1HS nicht parallelgeschaltet werden. Sonst könnten die MX9 Module beschädigt werden, weil in der Zeit zwischen Erkennung eines Kurzschlusses und Abschaltung des Gleisabschnittes MX9 zuviel Strom fließt. Diese Abschaltezeit wiederum ist notwendig, damit es bei kleinen Kurzschlüssen (Weichen-Aufschneiden, u.ä.) nicht gleich zur Abschaltung kommt

   
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Zum ZIMO Feature "signalabhängige Zugbeeinflussung": die Haltepunkt-Genauigkeit vor dem roten Signal

"Punktgenau" ist ein Wunschziel, dem man sich höchstens mehr oder weniger annähern kann. Verantwortlich für eine gewisse Ungenauigkeit sind vor allem folgende Umstände:

- Der Zeitpunkt der Bremseinleitung variiert, weil die Kontaktsituation von Rädern oder Schleifern nicht immer gleich ist, und daher die Einfahrt einmal früher, einmal später erkannt wird.

- Schwankende Laufzeiten in der Datenverarbeitung und -übertragung vom Modul bis zum Computer und zurück zu den Modulen und Decodern.

- Motorregelung und Spannungsstabilisierung sind nicht 100 %ig genau, obwohl sie ständig durch neue Software-Maßnahmen verbessert werden..

Für einen genauen Haltepunkt werden folgende Maßnahmen getroffen:

- Meistens (zumindest im Bahnhof, wo es eng ist) wird mit Vorbremsung angehalten; d.h. die Fahrstraße für die Zugeinfahrt wird so programmiert, dass in den einzelnen Gleisabschnitten der Zug zuerst gebremst wird (z.B. auf 80 km/h bereits vor der Weicheharfe), dann auf "Ultralangsam" (z.B. 40 km/h im Gleis selbst), und erst im letzten Abschnitt (dem Halteabschnitt) zum Stehen gebracht wird.

- Alle Beschleunigung- und Bremsparameter sowie die Umsetzung der externen Bremsstufen (L=langsam, U=ultralangsam) auf die tatsächlichen Werte in der einzelnen Lok sind durch CV's einstellbar, sodass jede Lok individuell auf die Anhaltewege programmiert werden kann; natürlich muss eine einheitliche Abfolge und Länge der Brems- und Halteabschnitte über die ganze Anlage eingehalten werden.

Wir gehen in unseren Empfehlungen davon aus, dass man mit plus/minus 20 cm Abweichung (bei H0) vom eingestellten Haltepunkt kalkulieren sollte, also einen entsprechenden Durchrutschweg im Halteabschnitt und eine entsprechende Unterlänge des Zuges gegenüber der Gleislänge vorsehen sollte

   
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Probleme rund um MX9: Wegschleichen, unerwünschtes Losfahren , usw.
Neue Ausgabe mit neuen Abhilfe-Hinweisen, JUNI 2004

Mehr (Neue Ausgabe mit neuen Abhilfe-Hinweisen,Juni 2004) ...

   
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Zum ZIMO Feature "Zugnummernerkennung": Können die Zugnummernimpulse zu Beschädigungen an Fahrzeugen, Schienen oder Elektronik führen ?

Allen Erfahrungen nach ist dies nicht der Fall; ZIMO setzt die Methode der Hochstrom- Quittungspulse zur Erkennung der Fahrzeugadressen bereits seit vielen Jahren ein, zuerst für lange Zeit im "alten" ZIMO Datenformat, und nunmehr ca. seit 1996 auch in den DCC Systemen.

Wenn auch der Zugnummernpuls tatsächlich durch gleichzeitiges Einschalten der oberen und unteren Motorhalbbrücke erzeugt wird, so ist der dabei fließende Strom doch nicht unendlich groß: Der Überstrom-Messwiderstand und andere Effekte sorgen für eine Begrenzung auf etwa 3 - 5 A (je nach Typ). Dieser Strom fließt nur für jeweils 10 Mikrosekunden; dies ist im Vergleich zur restlichen Zeit so wenig (typ. 0,01 %), dass selbst die thermische Belastung der Motorendstufe (wo der größte Teil der Leistung abfällt) vernachlässigbar ist.

Für das Basisgerät sowie andere stromführende Systemkomponenten (Kehrschleifen- oder Gleisabschnitts-Module) stellen diese Impulse kein Problem dar, weil ja die Möglichkeit von Kurzschlüssen am Gleis (wo noch höhere Ströme fließen können) ohnedies einkalkuliert ist.

In manchen Fällen sind die Zugnummernimpulse jedoch hörbar, weil die Stromstöße mechanische Bewegungen in Zuleitungen oder Radkontakten auslösen können. Je nach Priorität der jeweiligen Adresse (im Fahrpult Vordergrund oder Hintergrund) äußert sich dies als leises Knattern oder Ticken im Stillstand. Daher besteht bei den meisten Typen die Möglichkeit der Abschaltung der Impulse per CV #112, Bit 2); natürlich fällt damit auch die Zugnummernerkennung aus

   
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Fragen, Antworten und Bemerkungen zu "RailCom"       ACHTUNG: NOCH NICHT AKTUALISIERT
RailCom ist ein Warenzeichen der Fa. Lenz Elektronik GmbH
OKTOBER 2008 Update geplant
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Was ist "RailCom" (bi-directional communication) ?

"DCC" ist das seit langem bekannte und eingeführte standardisierte Verfahren der Übermittlung von Befehlen aus der Systemzentrale zu den Decodern in Fahrzeugen und stationärem Zubehör. Es handelt sich um eine uni-direktionale Datenübertragung, da die Decoder nichts "rücksenden" können, also weder den Empfang der Befehle bestätigen noch sonstige Mitteilungen machen können..

"DCC" mit "RailCom" zusammen bildet ein Verfahren der des bi-direktionalen Datenverkehrs (engl. "bi-directional communication"); es wird also der Befehlsübermittlung in Richtung zu den Decodern die Nachrichtenübermittlung aus den Decodern in Richtung zur Zentrale hinzugefügt. "RailCom" ist eine "De-facto-Norm" *) für die technische Realisierung dieses "Rücksende-Kanals".  Damit kann der Empfang von DCC-Befehlen quittiert werden, und es können Informationen aus den Fahrzeugen - wie die aktuelle Geschwindigkeit, Motor-Belastung, Treibstoff-Vorrat, usw. - übermittelt werden; oder aus den Weichen deren aktuelle Stellung. Die Zentrale kann auf diese Art auch jederzeit ("on-the-main") die aktuellen Werte von CV's auslesen, was ohne "RailCom" nur am Programmiergleis möglich wäre. Weiters kann auf isolierten Gleisabschnitten eine Adressen-Erkennung der gerade dort befindlichen Fahrzeuge durchgeführt werden.

*) "RailCom" (die Bezeichnung ist ein Warenzeichen der Fa. Lenz GmbH) entspricht der "bi-directional communication", welche zunächst von der NMRA  DCC-working-group standardisiert werden sollte. Nach dem Scheitern dieser Bemühungen hat die "Arbeitsgruppe RailCom" (bestehend aus den Firmen Lenz, Tams, Kühn, ZIMO) die weitere Spezifikation und Realisierung übernommen.

Informationen über "RailCom" finden sich in diversen Zeitschriften (MIBA, ...) und den Unterlagen der Mitglieder der Arbeitsgruppe (also in Katalogen, Betriebsanleitungen, Websites, ...).

OKTOBER 2008  
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Wie funktioniert "RailCom" ?

Das Prinzip ist ziemlich einfach: das DCC-Schienensignal besteht bekanntlich aus einer stetigen Abfolge von Umpolungen der Schienenspannung; in den Abständen dieser Polaritätswechsel ist die Information für die Decoder enthalten (codiert), eingeteilt in Pakete, jedes Paket für eine andere Decoder-Adresse. Bei "RailCom" macht die Systemzentrale nach jedem Paket eine kurze Lücke in dieses Schienensignal: ein Intervall von 0,5 msec, wo die Schiene spannungslos geschaltet wird. In dieser Lücke hat der zuletzt angesprochene Decoder die Möglichkeit selbst ein Datensignal auf die Schiene zu legen, eben eine "RailCom-Nachricht". Diese besteht aus bis zu 64 bit (davon 16 zur Datensicherung). Diese Nachrichten können gelesen werden

- vom globalen RailCom-Detektor, der entweder in der Systemzentrale eingebaut ist, oder dieser unmittelbar zugeordnet ist, d.h. in die Leitung von der Systemzentrale zur Schiene eingeschliffen ist, und

- gegebenenfalls von lokalen RailCom-Detektoren, welche einzelnen isolierten Gleisabschnitten (einseitig Trennung genügt) zugeordnet sind, d.h. in deren Anschlussleitungen eingeschliffen sind.

Der globale Detektor liest also die Nachrichten sämtlicher Decoder auf der Anlage; die lokalen Detektoren hingegen stellen fest, welche Decoder (mit welchen Adressen) sich auf dem jeweiligen Gleisabschnitt befinden.

Die technischen Details für "RailCom" sind natürlich nicht so einfach; die Spezifikation ("Norm") wird - wenn sie fertig ist - in etwa so umfangreich sein, wie DCC selbst. Das aber betrifft den Anwender nicht wirklich - für den Anwender wird der Betrieb der Modellbahn-Anlage eher einfacher und jedenfalls interessanter.

OKTOBER 2008  
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Warum "RailCom" ?   -   Brauchen wir "RailCom" ?    -   Gibt es Alternativen zu "RailCom" ?

In diesbezüglichen Diskussionen werden viele Argumente für "RailCom" angeführt, und einige dagegen. Aber auch ohne diese im Einzelnen abzuwägen, kann festgestellt werden: Bi-Direktionalität der Datenübermittlung, also "bi-directional communication" - zunächst unabhängig von der Art der technischen Realisierung - ist heute einfach eine Selbstverständlichkeit in technischen Systemen, die irgendwie mit Datenübertragung und -verarbeitung zu tun haben. Eine Modellbahnsteuerung ist ein solches.

Nur mit Hilfe einer "bi-directional communication" gibt es Antworten auf ausgesandte Nachrichten; nur so erfährt die Systemzentrale (und damit die Bedienpersonen),

- ob ein Befehl überhaupt beim angesprochenen Befehlsempfänger angekommen ist,
- ob der angesprochene Befehlsempfänger überhaupt existiert und funktionsfähig ist,
- ob die Umstände eine Ausführung des Befehles erlauben.

Nur durch "bi-directional communication" kann die Zentrale einer Modellbahnsteuerung

- erfahren, wo auf der Anlage sich Fahrzeuge und Züge befinden und was diese "wirklich machen",
- sicherstellen, dass Konfiguration und Betriebszustand der Decoder noch mit dem eigenen Informationsstand übereinstimmen, ohne dass alle Funktionsbefehle ständig wiederholt werden müssen, wie dies in heutigen DCC-Systemen die einzige Möglichkeit zur Gewährleistung der Datenkonsistenz ist,
- reagieren, wenn z.B. eine Weiche per Hand verstellt wird,
- bemerken, wenn neue Fahrzeuge auf die Anlage gestellt werden, oder wenn Magnetartikel-Decoder angeschlossen werden, und erfassen, wie deren Eigenschaften und Konfigurationen aussehen,
- registrieren, wenn Fahrzeuge oder Magnetartikel entfernt werden.

"RailCom" ist im Prinzip eine von vielen Möglichkeiten der technischen Realisierung einer "bi-directional communication". Eine bereits seit Langem für eine Teilaufgabe bestehende Methode ist das ZIMO Verfahren der Zugnummernerkennung; eine weitere Alternative wäre das amerikanische "Transponder System" (der Name ist irreführend, es hat nichts mit RFID zu tun); eine wiederum andere Möglichkeit wäre die Funk-Übertragung.

"RailCom" ist jedoch nach dem aktuellen Stand der Technik das am besten geeignet erscheinende Verfahren, um volle Bi-Direktionalität zu realisieren; sowohl aus technischen Gründen als auch aufgrund eines guten Preis/Leistungsverhältnisses,

OKTOBER 2008  
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Warum dauert die Einführung von "RailCom" so lange ?

Es kann nicht in Abrede gestellt werden, dass die Realisierung der nutzbringenden Anwendungen von "RailCom" nicht so schnell voranschreitet, wie ursprünglich angekündigt.

Aber immerhin: bereits heute (September 2008) wird RailCom zur Meldung von Lokadressen auf einem Gleisabschnitt mittels Anzeige-Modulen und zum CV-Auslesen „on-the-main“ genutzt. Die Produkte in diesem Zusammenhang sind Decoder von Lenz, Kühn, Tams, und ZIMO; Anzeige-Module von Lenz und Tams.

Einen kleinen Schritt weiter geht schon das Zentral-Fahrpult MX31ZL von ZIMO, wo "RailCom"  nicht nur zum CV-Auslesen, sondern auch zur laufenden Anzeige der Geschwindigkeit in km/h, sowie auch im Zuge des "Software-Update von Decodern aus dem USB-Stick" benützt wird). Hinweis: Software-Umstellung der Geschwindigkeits-Meldung auf neue RailCom-Vereinbarung im Oktober 2008.

Der in der Modellbahner-Öffentlichkeit entstandene Eindruck der eher geringen Anstrengungen auf dem Gebiet von „RailCom“ täuscht allerdings über die Entwicklungs-Aktivitäten im Hintergrund hinweg, die sehr wohl stattfinden, allerdings noch keine spektakulären Ergebnisse zeitigen. Das Einbringen einer umwälzenden Technik in ein seit 20 Jahren gewachsenes Protokoll unter Gewährleistung der Kompatibilität mit Produkten aus den 80er- und 90er-Jaren ist aufwändig. DCC in der bekannten Form ist rein „uni-direktional“ konzipiert, und muss jetzt ohne Systembruch mit Hilfe von "RailCom" auf ein bi-direktionales Datennetzwerk umgewandelt werden.

Ein Beispiel: Um "RailCom" voll implementieren und nutzen zu können, wird im ZIMO Basisgerät eine komplette Reorganisation der Aussendung von DCC-Paketen vorgenommen. Das heißt in der Praxis: etwa die halbe Software der Systemzentrale wird neu geschrieben. Die Alternative wäre, dass nur einige kleine Ergänzungen zum alten Algorithmus gemacht würden: dann gäbe es zwar auch einige "RailCom"-Features, das Potenzial würde aber bei Weitem nicht genutzt werden können. Ein solcher bequemer Weg wäre  nicht die richtige Vorgangsweise - zumindest nicht aus der Sicht von ZIMO.

OKTOBER 2008  
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Ist "RailCom"   . . . einfach oder kompliziert ?     . . .  sicher oder unsicher ?

Natürlich soll "RailCom" die Modellbahn nicht komplizierter machen, sondern im Gegenteil: es soll einfacher werden, eine Anlage perfekt und vorbildgetreu zu betreiben.

Aber ....  es ist bei Elektronik und Software nicht viel anders als bei simpler (?) Mechanik: Eine elektrische Weiche ist natürlich besser als eine Handweiche,   . . .  aber nur wenn sie funktioniert !  Wenn sie nicht funktioniert - oder noch schlechter: wenn sie sporadisch nicht funktioniert - beginnt das große Suchen, Herumbiegen, Feilen, Schleifen, Löten  . . .   in der Zeit, die man damit verbringt, hätte man die Weiche schon hundert Mal per Hand gestellt, selbst wenn man jedes Mal 10 m Anmarschweg hat und unter der Trasse durchkriechen muss. Aber trotzdem: elektrische Weichen sind unverzichtbar.

... und bei "RailCom" ?  Wenn es planmäßig funktioniert, hat man nur Vorteile. Aber es kann auch Fälle geben, dass es nicht funktioniert (genauer: dass es nicht immer funktioniert, oder für bestimmte Loks nicht funktioniert, oder in manchen Anlagenbereichen nicht funktioniert,  . . . oder ohne ersichtlichen Grund einmal ja, und einmal nein). Und dann muss die Ursache gefunden und die Störung beseitigt werden.

Zum Unterschied von der elektrischen Weiche ist "RailCom" eine ganz neue Technologie, die bislang (2008) noch nicht in größerem Umfang eingesetzt wird. Zahlreiche Tests, auch auf großen Anlagen, finden zwar bereits seit mehreren Jahren statt (mit durchwegs erfreulichen Ergebnissen), aber die praktischen Erfahrungen auf echten Kundenanlagen werden erst im Laufe der nächsten Jahre gemacht.

Um sicherzustellen, dass "RailCom" auch im Falle von unerwartet auftretenden Widrigkeiten eine Erfolgsgeschichte wird, gibt es unterschiedliche Strategien:

Entweder ...: die Einführung durch kleine, einfache Bausteine, also ein RailCom-Detektor hier, eine Anzeigeneinheit dort. Wenn etwas nicht funktioniert, ist das Problem schnell lokalisiert, bzw. der Anwender erkennt selbst, wodurch die Technik eventuell überfordert wird. Wenn beispielsweise das Auslesen einer CV manchmal fehlschlägt, wiederholt man den Vorgang eben.

Oder ...: die Einführung unter Einschluss von integrierten Mess- und Diagnoseeinrichtungen; d.h. u.a. die RailCom-Detektoren liefern nicht nur die gelesenen Nachrichten, sondern auch Informationen über die Qualität des Signals,  sowohl für die lesbaren Nachrichten als auch für die verstümmelten. Daraus können dann wiederum Problemzonen eingegrenzt und beseitigt werden.

Wenn die RailCom-Technologie umfassend genutzt werden soll, kommt man allerdings mit den "kleinen Bausteinen" nicht allzu weit; davon bräuchte man schon auf einer mittleren Anlage Hunderte. Zudem entfaltet die von den RailCom-Detektoren gesammelte Information nur dann ihren vollen Nutzen, wenn sie nicht nur auf einzelnen Anzeige-Modulen zur Verfügung steht, sondern in der Systemzentrale, auf allen Fahrgeräten (Handreglern) und gegebenenfalls im Computer. Die system-autonome Überwachung der Funktionsfähigkeit und Meldung von Problemen samt Hinweisen zu deren Abhilfe ist dann eine essentielle Systemeigenschaft.

HINWEIS: Die folgenden Ausführungen sind vornehmlich für technisch Interessierte Leser von Belang.

... Was sind nun die Risken der RailCom-Technik, die unschädlich gemacht werden müssen ?  Und was kann die technische Gestaltung der RailCom-Komponenten dafür tun ?

Die Situation ist folgende: ein RailCom-fähiger Decoder legt seine Nachricht, also ein Datenpaket (64 bit), auf die Schiene; er wird zu diesem Zeitpunkt nicht von außen versorgt, sondern muss mit einem kleinen Kondensator als Energiequelle auskommen; es stehen ihm daher nur eine ziemlich kleine Spannung und ein kleiner Strom (etwa 3 bis 5 V, ca. 30 mA)  zur Verfügung, um das Signal, welches die RailCom-Nachricht repräsentiert, zu bilden. Auf dem Schienenweg trifft dieses Signal auf eine (mehr oder weniger) große Zahl von Fahrzeugen mit elektrischen Einrichtungen (Decodern, Beleuchtungen, Motoren, Schaltregler, Energiespeicher); möglicherweise läuft die Verbindung von der Schiene zur Zentrale (zum "globalen RailCom-Detektor) noch über lange Leitungen, schlechte Lötstellen, Besetztmelde-Einrichtungen, .....  das Signal mit der RailCom-Nachricht wird auf seinem Weg zum RailCom-Detektor dadurch "nicht schöner"; sondern es wird eher in gedämpfter und verzerrter Form ankommen. Die Frage ist: bleibt der Dateninhalt lesbar oder nicht ?

- Elektronik und Beleuchtung in Schienenfahrzeugen (Wagen) sind für RailCom-Signale nicht nachteilig, solange diese hinter einem Gleichrichter liegen. Allerdings: es hängt auch von den elektrischen Eigenschaften des Gleichrichters ab, welche erst noch spezifiziert werden müssten. Die Problematik dabei: ein einzelner Wagen, auch wenn er nicht einmal den "vorgeschriebenen" Gleichrichter enthält, stört mit ziemlicher Sicherheit überhaupt nicht, wahrscheinlich auch nicht zwei, drei, ... davon .... aber irgendwann dann eben doch. Zudem könnte sich auch eine wirklich große Zahl von an sich korrekten Wagen (also mit Gleichrichtern) doch bemerkbar machen. Aufgabe einer qualitativ hochwertigen RailCom-Technik muss es also sein, die Suche nach eventuellen Störquellen durch Lieferung entsprechend aufbereiteter Messdaten zu unterstützen.

- Motoren von Triebfahrzeugen können manchmal (typ-abhängig und bisweilen auch durch Fehler im Kollektor verursacht) kurzzeitig sehr hohe Ströme ziehen, also Beinahe-Kurzschlüsse verursachen, welche nicht nur das DCC-Signal, sondern eben auch das RailCom-Signal verunstalten können. Intelligent konstruierte RailCom-fähige Decoder schalten natürlich während der RailCom-Lücke die Motor-Endstufe ab; dort sind solche Effekte ausgeschlossen. Aber ältere und andere Nicht-RailCom-fähige Decoder auf der Strecke wissen nichts davon, dass das RailCom-Signal eines anderen Decoders nicht als Stromquelle missbraucht werden sollte. Auch hier kann ein entsprechend ausgelegter RailCom-Detektor wertvolle Hinweise geben.

- Eine "Falle" für RailCom-Signale können Besetztmelde-Einrichtungen darstellen, welche auf Dioden oder Induktivitäten beruhen. Der Spannungsabfall in diesen Schaltungen dämpft die Amplitude des RailCom-Signals kräftig, und kann besonders in Kombination mit beleuchteten Fahrzeugen (siehe oben) zu Ausfallserscheinungen führen. Der RailCom-Detektor kann dem insofern entgegenwirken, als er sich automatisch auf eine kleinere Schwelle für das Auswerten des RailCom-Signals einstellt.

Hinweis: Moderne Konstruktionen von Besetztmelde-Einrichtungen (wie im zukünftigen ZIMO MX900) benötigen keine Dioden und verursachen daher fast keinen Spannungsabfall. Dies ist vor allem vorteilhaft für das Fahrverhalten, aber eben auch für "RailCom". Die Methode ist allerdings wesentlich aufwändiger als die bislang gängige, und wird daher nicht überall Einzug halten.

- Auch für "RailCom", ebenso wie in anderen Zusammenhängen, ist das Überbrücken der Trennstellen zwischen isolierten Gleisabschnitten durch Fahrzeuge ein Thema. Wenn ein Gleisabschnitt mit einem lokalen RailCom-Detektor ausgerüstet ist, und dieser Gleisabschnitt gerade durch eine Lok auf der Trennstelle mit dem Nachbarabschnitt verbunden ist, teilt sich der RailCom-Signalstrom ziwschen den Abschnitten auf, und kann leicht (pro Abschnitt) unter die norm-gemäße Erkennungsschwelle absinken. Auch hier kann ein guter RailCom-Detektor Abhilfe schaffen, indem er die Schwelle anpasst oder durch Vernetzung mit dem Detektor des Nachbarabschnittes eine Rekonstruktion des Signals schafft.

OKTOBER 2008  
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Was macht ZIMO aus "RailCom" ? 

ZIMO ist gerade (d.h. 2008) dabei, "RailCom" voll in alle Systemkomponenten zu integrieren. Es geht dabei nicht um den schnellen Effekt, wie die Anzeige einer Lok-Adresse auf einigen Leuchtziffern, sondern um den nachhaltigen Nutzen für die System-Bedienung und die System-Effizienz. Das bedeutet:

- Der Lokführer am Fahrpult bleibt immer in Kontakt mit dem gesteuerten Zug, auch wenn dieser gerade nicht sichtbar ist. Ein Rahmen rund um das RailCom-Meldefenster am Display des MX31 zeigt an, dass die letzte Rückmeldung von der Lok innerhalb der letzten Zehntelsekunden erfolgt ist; falls keine Rückmeldungen mehr ankommen "zerbröselt" dieser Rahmen langsam, bis er nach 5 sec weg ist (das bedeutet dann "Kontakt zur Lok verloren"). Beim MX31ZL bereits vorhanden, für MX1-MX31 in Kürze.

- Die "echte" Geschwindigkeit der Lok in km/h wird ständig am Fahrpult mitgeschrieben. Im Unterschied zur Reglerstellung (Fahrstufe) zeigt sie also auch den Verlauf der Beschleunigungs- und Bremsvorgänge, sowie erzwungenes Langsamfahren durch Zugbeeinflussung per HLU, ABC und anderen Bremsstrecken, natürlich auch die reduzierte Geschwindigkeit, falls der Zug einfach zur schwer für die Motorkraft ist.  Im MX31ZL bereits vorhanden (für Decoder MX620, MX64D, MX64P, und alle Sound Decoder, für Decoder MX63, MX64 etwas später), für MX1-MX31 in Kürze.

- Fahrhilfen wie die Anzeige des zu erwartendes Bremsweges (oder der Bremszeit) werden am Fahrpult dargestellt. Weiters können modell-bezogene Daten wie Motorstrom, Decoder-Temperatur, Motorbelastung oder Streckensteigung gemeldet werden. Ein Teil dieser Features war 2007 schon testweise in Betrieb, endgültige Einführung für alle System und Decoder in Kürze.

- Der simulierte Vorrat an Treibstoff, Wasser, Kohle, ... kann über "RaiCom" gemeldet und am Fahrpult angezeigt werden; dass System könnte auch automatische Maßnahmen treffen. Einführung für alle Systeme und Decoder wahrscheinlich 2009.

- In Zusammenhang mit Meldeeinrichtungen (u.a. MX9, MX900) kann ein angesprochenes Fahrzeug auf der Anlage lokalisiert werden. Einführung für alle Systeme und Decoder wahrscheinlich 2009.

- Das Programmieren von Decodern geht mittlerweile über das Setzen von CV's hinaus. In ZIMO Sound Decodern kann in Echtzeit zwischen verschiedenen Sound-Samples gewählt werden, beispielsweise zwischen den Dampfschlag-Sets und Pfiffen verschiedner Vorbilder oder Aufnahmen. "RailCom" kann diesen Auswahl-Prozedur durch die Übernahme von von Text-Information direkt aus dem Decoder unterstützen. Einführung für MX1-MX31 und Sound-Decoder in Kürze.

- Rückmeldung und Anzeige von Weichenstellungen und -stellproblemen wahrscheinlich in Kürze oder 2009.

- Eine wichtige Anwendung von "RailCom" ist auch das selbsttätige Anmelden neuer Decoder (bzw. der zugehörigen Fahrzeuge oder Magnetartikel) auf einer Anlage. Einführung für alle Systeme und Decoder wahrscheinlich 2009.

Neben diesen unmittelbar sichtbaren und hilfreichen Features liegt eine besonders wichtige Bedeutung von "RailCom" darin, dass das Aussenden der DCC-Befehle um Vieles effizienter gestaltet werden kann. Bislang ist nicht feststellbar, ob Befehle von den Decodern empfangen worden sind; daher werden sie sicherheitshalber oftmalig wiederholt. Mit "RailCom" werden empfangene Befehle quittiert und brauchen also nicht mehr wiederholt zu werden. Es kann auch jederzeit festgestellt werden, ob ein Veränderung der CV's oder Funktionen durch zwischenzeitlichen Betrieb der Lok auf einer anderen Anlage) vorliegt, was dann umgehend korrigiert werden kann. Ein Teil dieser Vorteile werden im ZIMO Basisgerät bereits in Kürze genutzt.

HINWEIS: Die folgenden Ausführungen sind vornehmlich für technisch Interessierte Leser von Belang.

Um in den Genuss der RailCom-Eigenschaften zu kommen, müssen in mehreren Komponenten des ZIMO Systems umfangreiche (Vor)arbeiten geleistet werden, u.a.

- Der globale RailCom-Detektor zum Einbau in die Basisgeräte liest nicht nur einfach jene RailCom-Nachrichten, die sauber ankommen, sondern auch solche, die durch äußere Einflüsse (siehe vorangehende FAQ) beschädigt worden sind, aber doch noch rekonstruiert werden können. Und er liefert auch Informationen über die Empfangsgüte: über die Abweichungen vom normgemäßen Signal, und über die Häufigkeit von unlesbaren Nachrichten oder überhaupt fehlenden Antworten auf DCC-Befehle.

- Das Basisgerät bzw. die Software des Basisgerätes übernimmt aus dem Detektor nicht nur den Inhalt der RailCom-Nachrichten, sondern auch diese Informationen über die Empfangsgüte; es optimiert damit die Aussendung der DCC-Pakete, und stellt diese Daten bei Bedarf für die Anzeige am Fahrpult oder für die Auswertung in einem Computer zur Verfügung.

- Um das Anmelden neuer Decoder im System zu ermöglichen, müssen - über alle Hersteller hinweg - die Systemzentralen der Zukunft  und die Decoder eine jeweils einmalige ID (identifikations-Code) erhalten. Dafür wurden Kontigente von 16 Millionen System-IDs  bzw. 1 Milliarde Decoder-IDs vereinbart.

OKTOBER 2008  
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Sind ZIMO RailCom-Produkte kompatibel mit jenen anderer Hersteller ? 

Die Arbeitgruppe "RailCom" (die Firmen Lenz, Tams, Kühn, ZIMO) haben sich zur Aufgabe gemacht, "RailCom" so zu entwickeln, dass die Produkte der Hersteller zusammenpassen. Bernd Lenz als Inhaber des einschlägigen Patentes wird auch Firmen außerhalb der Arbeitsgruppe darauf verpflichten, die getroffenen technischen Vereinbarungen einzuhalten.

Dennoch wird kein vollkommener Gleichlauf herzustellen sein. Für einen Hersteller ist die Rückmeldung der Weichenstellung das wichtigste Feature (z.B. Tams im Jahr 2008), für einen anderen die Rückmeldung der Geschwindigkeit und von Texten (z.B. ZIMO im Jahr 2008). Dasa Label "RailCom-fähig" für einen Decoder bedeutet noch nicht, dass er alle RailCom-Features beherrscht, die für jede einzelne der gerade erhältlichen RailCom-fähigen Systemzentralen relevant sind.

Über eine Klassifizierung der RailCom-Fähigkeit (etwa A = Adress-Meldung und CV-Auslesen; B = Geschwindigkeits- bzw. Stellungsrückmeldung; C = Anmeldugn im System; usw.) wurde schon einige Male diskutiert; aber es gibt noch keine Regelung.

Die Einführung einer umwälzenden Technologie geht nicht ganz ohne Reibungsverluste vor sich ... , aber die Beteiligten werden sich bemühen, diese zu minimieren. Siehe dazu auch den nächsten FAQ-Punkt.

OKTOBER 2008  
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Ist für RailCom die Update-Fähigkeit der Systemprodukte und Decoder wichtig ? 

Diese (rhetorische) Frage beantwortet sich eigentlich schon aus den vorangehenden FAQ-Punkten. Der potentielle Leistungsumfang von "RailCom" ist so umfangreich, dass nur eine schrittweise Einführung möglich ist. Die Tatsche, dass mehrere Hersteller "RailCom" zur gleichen Zeit implementieren, macht die Sache nicht einfacher.

Die einzige Möglichkeit für den Anwender, der immer am letzten Stand der Technik bleiben möchte, ist das Software-Updaten seiner Produkte. Wenn die Produkte dies erlauben .....   Es geht bei der ständigen Weiterentwicklung der Systemkomponenten und Decoder natürlich nicht nur um "RailCom", aber dieses ist eben ein wichtiger Teil der Neuerungen.

ZIMO erachtet die Update-Fähigkeit der Decoder bereits seit vielen Jahren (etwa ab 2003) als eine deren wichtigster Eigenschaften. Mittlerweile gibt es keinen einzigen Typ mehr im Lieferprogramm, der nicht update-fähig wäre. Update-Fähigkeit eines Decoder bedeutet bei ZIMO, dass dieser zu diesem Zweck nicht aus der Lok ausgebaut werden muss, sondern dass die ganze Lok auf ein Update-Gleis gestellt wird und dieses an einem Decoder-Update-Gerät MXDECUP oder am MX31ZL angeschlossen wird. Seit kurzem (Oktober 2008) kann das Update eines Decoders auch ohne Computer, nämlich vom USB-Stick aus durchgeführt werden.

Einer der Schwerpunkte zukünftiger Entwicklungsmaßnahmen wird es sein, das Update von Systemkomponenten und von Decodern noch komfortabler zu machen, bis hin zu dem Punkt, wo der Anwender gar nichts mehr davon merkt ....

Natürlich darf nicht der Eindruck erweckt werden, dass Software-Update die betroffenen Produkte ewig jung erhält. Es gibt natürlich auch Neuerungen, die eine neue Hardware brauchen, z.B. mehr Speicher für Sound-Decoder, u.v.a

OKTOBER 2008