ZIMO - 1978 bis 2019

Im Jahr 1978 wurde die Vorläuferfirma "ZIEGLER & MAIR" gestartet, 1980 das Unternehmen ZIMO ELEKTRONIK (zunächst als 'e.U.', später GmbH) gegründet, zu Beginn als nebenberufliche Tätigkeit des Inhabers (Peter W. Ziegler), ab 1987 als Hauptberuf.

Die Firma befindet sich seit Gründung an der Adresse 1120 Wien, Schönbrunner Straße 188; im ersten Jahr in einer aufgelassenen Kleinwohnung (35 m2) und ohne angestellte Mitarbeiter.

"ZIEGLER & MAIR" bzw. ZIMO beschäftigte sich von Beginn an mit der Entwicklung und Produktion von digitalen Steuerungssystemen für Modelleisenbahnen.

Im Jahr 1979 wurden die ersten Systeme verkauft, bestehend aus "Basisgerät BGT1", "Fahrpult FP1" und den "Fahrzeugempfängern". Die Bezeichnungen "Basisgerät" und "Fahrpult" wurden seither verwendet und werden weiterhin viele Jahre lang in Gebrauch stehen.

Im Rahmen der ZIMO Digitalsysteme der 1980er- und 1990er-Jahre war bereits die "signal-abhängige Zugbeeinflussung" ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, damals beworben als Kombination der Lokführer- und der Fahrdienstleiter-Funktion, später als HLU Methode allgemein anerkannt, auch von einigen Mitanbietern übernommen.

In den 1980er Jahren ist ZIMO langsam, aber stetig gewachsen; räumlich auf ca. 150 m2 im Jahr 1990, als schließlich ca. 3 Mitarbeiter beschäftigt wurden.

Viele für lange Zeit richtungsweisende Produktlinien wurden in dieser Zeit eingeführt: neben den Komponenten des eigentlichen Digitalsystems "M1000" und "M2000" und der Decoder "M4000", "M4001", u.a. auch Stelltische (aus Original ÖBB-Feldern) und das"Betriebssteuergerät M5000". 

Während einiger Jahre (um 1990) stellte ZIMO auch Programmiergeräte für industrielle Anwendungen "PICPROG", Versuchsschaltungen für Strahlenmessungen, und Steuer­platinen für Klimaanlagen her.

Im Jahr 1990 wurde die erste automatische SMD-Bestückungsmaschine angeschafft, die 1999 durch ein moderneres System ersetzt wurde.

Bis zum Jahr 1996 basierten ZIMO Produkte ausschließlich auf dem eigenständigen "ZIMO-Datenformat" (wie es nachträglich genannt wurde), dann folgte der Wechsel auf das zwischenzeitlich durch die NMRA (North American Model Railroaders Association, auch in Europa als Normungsinstitution anerkannt) standardisierte DCC-Schienen­signal.

Im Jahr 2009 wurden zusätzliche Räume im Erdgeschoß des 'ZIMO Hauses' (unter Einschluss eines Teiles des Nachbarhauses) übernommen und adaptiert, wo eine komplett neue Produktionsanlage (Schablonendruck-Automat, Bestückungsmaschine, Reflow-Lötofen) aufgebaut wurde sowie Räume für Endfertigung und Prüfung sowie Materiallagerung eingerichtet wurden. Etwas später wurde ein „AOI-System“  (AOI = Automatische optische Inspektion) angeschafft und in Betrieb genommen, um den Produktionsprozess rationeller zu gestalten und die Ausfallsicherheit der ausgelieferten Produkte weiter zu erhöhen.

Ab dem Jahr 2011 wurde ZIMO mehr und mehr zum Decoder-Lieferanten für die Modellbahn-Industrie. Ausschlaggebend dafür waren die hohe Flexibilität bei der Bearbeitung von (mitunter kurzfristigen) Auftrgägen, was durch die Fertigung im eigenen Haus ermöglicht wurde.

In den Jahren ab 2016 trat wieder die Systemtechnik, mit den hochleistungsfähigen Basisgeräten "MX10", Fahrpulten "MX32" und schließlich den Stationäreeinrichtungs-Modulen "StEin" mehr in den Vordergrund.

Das Jahr 2019 ist vor allem gekennzeichnet durch die Einführung der "MS-Decoder", einer neuen Klasse von Sound-Decodern, die technologisch neue Maßstäbe setzte.

Das ZIMO Haus in Wien - Meidling
(12. Bezirk) 

Schönbrunner Straße 188, 1120 Wien

3. Stock: ZIMO Entwicklung, Verkauf, Verwaltung
2. Stock: Appartements CHE
1. Stock: Steuerberatungskanzlei Writzmann
Erdgeschoss links: Ordination Dr. May-Van Che
Erdgeschoss rechts und Nebenhaus: ZIMO Produktion
Untergeschoss: ZIMO Lager und mechanische Werkstätte

   

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 Produktionswerkstätte - Bestückungsanlage    Produktionswerkstätte - Decoder-Prüfung    ZIMO Messestand (Foto Dortmund 2010)

 Produktionswerkstätte  Messe-Vorführanlage  ZIMO Messestand
 Produktionswerkstätte - Optische Inspektion       Messe-Vorführanlage 2012           ZIMO Messestand (Foto Köln 2012)

Die technischen Meilensteine in der ZIMO Geschichte

1979 wurde das erste ZIMO Digitalsystem (BGT-1, FP-2, FZE-2), damals noch als 'Mehrzugsteuerung' bezeichnet, ausgeliefert. Die ersten ZIMO Decoder, damals 'Fahrzeug-Empfänger', maßen 45 x 30 x 20 mm. Zu dieser Zeit war das digitale Angebot sehr klein: nur ein englisches System für 16 Züge und 6 Fahrstufen kam fast zeitgleich mit ZIMO auf den Markt. Im Vergleich dazu wirkte das ZIMO System mit 99 Zügen und 16 Fahrstufen fast übertrieben leistungsfähig.  
1980 folgte die erste Anwendung der später als 'signalabhängige Zugbeeinflussung' bezeichnete Integration von Mehrzugsteuerung und Zugsicherungstechnik, eine bis heute herausragende Spezialität aller ZIMO Digitalsysteme. Es wurde auch bereits ein Decoder-Zusatzmodul für Lastausgleichsregelung entwickelt; wegen seinen Abmessungen damals nur für Großbahnen einsetzbar.  
1981 erschien im Rahmen der zweiten Systemgeneration (M100, M200, M400) das 'Automatisierungsgerät' M500, die erste Version der Betriebssteuerung, welche Blockbetrieb, Fahrstraßen, Bahnhofssteuerung über Drucktastenstellwerke wie beim Vorbild ermöglicht.  
1984 hat ZIMO mit dem M210 das erste microprocessor-gesteuerte Fahrpult auf den Markt gebracht, wodurch zahlreiche zusätzliche Leistungsmerkmale wie Rückholspeicher oder Doppel- bis Fünffach-Traktion realisiert werden konnten. Auch bestand ab nun die Möglichkeit des Updates durch EPROM-Tausch.   
1987 begann die Herstellung von kundenspezifischen Gleisbildstellwerken aus Original ÖBB-Tischfeldern, die zusammen mit dem Betriebssteuergerät M5000 eine vollständige Ausstattung für die Zugsicherungstechnik bildeten. Das größte Stellwerk umfasste 9000 Felder mit ca. 300 Tasten und 1500 LEDs.  
1989 brachte die dritte Systemgeneration (M1000, M2000, M4000) neben vielen anderen Komforteigenschaften auch die ZIMO Zugnummernerkennung, eine Funktion, welche für die nächsten 12 Jahre von keinem anderen Digitalsystem geboten werden konnte.  
1990 konnten Decoder mit Hochfrequenz (20 kHz) - Endstufe hergestellt werden (MX41); womit weltweit erstmals geräuscharmer Lauf (später auch oft als 'silent running' bezeichnet) mit Lastausgleichsregelung kombiniert wurde.  
1992 erfolgte die Ablöse der Betriebssteuergeräte und Drucktastenstellwerke durch die Computer-Software 'STP' (E. Sperrer Software Entwicklung); der Computer ermöglicht noch mehr Funktionalität in der Zugsicherung als bisher. 'Warum mit Spielzeug abgeben, wenn Sie das echte Vorbild haben können' wurde später eine STP-Werbeaussage, die recht treffend den prinzipiellen Unterschied der Methode 'ZIMO und STP' im Vergleich zu anderen System- und Software-Produkten zeigt.  
1994 kam die vierte Systemgeneration (MX1, MX2, MX40): kompaktes Basisgerät , Walk-around-taugliche Fahrpulte, Infrarot-Fahrpulte, Miniaturisierung der Fahrzeug-Empfänger, Weichen-Empfänger zum Einbau in Antriebsgehäuse, u.a.  
1996 war das für den weiteren Firmenbestand entscheidende Jahr der Umstellung auf das standardisierte DCC Datenformat. Für einige Jahre wurden Multiprotokoll-Geräte hergestellt, welches sowohl das 'alte' ZIMO Datenformat als auch DCC und MOTOROLA ansteuern konnten. MOTOROLA wurde von nun an auch in allen weiteren Systemgenerationen neben DCC unterstützt.   
1998 ist die Produktpalette wieder vollständig, jetzt für das standardisierte Datenformat DCC; insbesondere stehen ab nun die 'signalabhängige Zugbeeinflussung' und die Zugnummernerkennung auch für DCC zur Verfügung.  
2000 werden mit der sechsten Systemgeneration (Basisgeräte MX1, MX1HS 'model 2000', Fahrzeug-Empfänger MX61 'model 2000', Miniatur-Decoder MX62, u.a.) neue Maßstäbe in bezug auf Leistungsfähigkeit, Fahreigenschaften und Funktionsvielfalt gesetzt.   
2002 kommt mit dem 'Economy Basisgerät' MX1EC ein Produkt auf den Markt, mit dem der Einstieg in die ZIMO Steuerungstechnik zu einem bisher nicht denkbaren günstigen Preis ermöglicht; dies ohne Einschränkung von Leistungs- und Anwendungsmöglichkeiten.  
2004 wird die genormte 'bi-directional communication' (RailCom) in relevanten Produkte (Basisgeräte, Decoder) vorbereitet (die Inbetriebnahme kann erst nach Verabschiedung des NMRA Standards erfolgen), womit eine Palette erweiterter Anwendungsmöglichkeiten offen steht. Seit Herbst 2004 sind alle ZIMO Decoder update-fähig, d.h. es kann vom Anwender selbst - ohne Öffnen der Lok - mit Hilfe des Decoder-Update-Gerätes eine neue SW-Version geladen werden.  
2005 kommen die neuen Fahrpulte MX31 mit in modernem Design und neuester Technik, sowie die dazugehörigen Funk-Fahrpulte MX31FU.  
2006 kommen mehrere neue Produkte auf den Markt, insbesondere die ersten Sound-Decoder von ZIMO: MX690 und etwas später MX640, sowie das 'Zentral-Fahrpult' (Fahrpult mit eingebautem Mini-Basisgerät') MX31ZL ein preisgünstiger Einstieg in die ZIMO Technik.  
2007 werden diverse neue Methoden geschaffen, u.a. das 'Software-Update für Decoder aus dem USB-Stick', welches besonders komfortabel und problemlos ist, da es ohne Computer auskommt.  
2008 wird die Entwicklung einer völlig neuen (der siebenten) Systemgeneration, später als MX10 und MX32 bezeichnet, eingeleitet. Dies erweist sich als schwieriger als erwartet, da die aktuelle Technologie (u.a. Microcontroller mit Taktfrequenzen im 100 MHz-Bereich und Farb-Bildschirme) neuartige Anforderungen an die Entwicklungsmannschaft stellte.  
2010 kommt das neue Fahrpult MX32 auf den Markt, womit eine neue Epoche für ZIMO und die Modellbahnsteuerung beginnt: ein Modellbahn-Bediengerät mit modernstem OLED Touch-Screen, 32-bit-Microcontroller, auf dem u.a. Tachometer und andere Anzeigeinstrumente, aussagekräftige Icons, Fahrzeug-Fotos, bis hin zu Ausschnitten von Gleisbildstellwerken wiedergegeben werden können. Beginnend mit dieser Entwicklung wird nun auch die RailCom-Technologie intensiv genutzt.  
2012 ist die Palette der ZIMO Decoder auf ca. 80 Typen, davon 25 Sound-Decoder, basierend auf 18 verschiedenen Platinen angewachsen. Vom Subminiatur-Decoder MX621 (12 x 8 mm) bis zum Großbahn-Sound-Decoder MX695 (6 A Motorstrom, 10 Watt Audio) hat ZIMO praktisch für jeden Einsatzfall ein passendes Produkt. Das Decoder-Update-und-Sound-Lade-Gerät MXULF kommt auf den Markt, wird laufend Software-mäßig ausgebaut, und entwickelt sich zum Werkstätten-Digitalsystem. Nochmals verschoben werden musste allerdings der Erscheinungstermin der neuen Digitalzentrale, des Basisgerätes MX10.  
2013 Das Decoder-Update-und-Sound-Lade-Gerät MXULF kommt auf den Markt, wird laufend Software-mäßig ausgebaut, und entwickelt sich zum Werkstätten-Digitalsystem. Gegenüber den vergleichbaren Produkten des Mitbewerbs gibt es eine Reihe von Vorzügen, wie den wahlweisen Betrieb mit USB-Stick oder direkter Computer-Verbindung, das Schnell-Laden von SoundProjekten über die „SUSI“-Schnittstellen, u.a.  
2014 Weitere wichtige Decoder-Typen werden eingeführt, insbesondere Miniatur-Sound-Decoder (MX648)und „amerikanische“ Großbahn-Sound-Decoder (MX697). Die neuen Basisgeräte (Digitalzentralen) des Typs MX10, die seit 4 Jahren entwickelt werden, kommen erstmalig in die Serienproduktion und zur Auslieferung. Die Geräte stehen in Bezug auf Leistungsfähigkeit (d.h. Strom auf die Schiene), Datenkapazität, Kommunikation über Kabel und Funk mit eigenen und Fremdgeräten weit über den Produkten der Konkurrenz.  
2015

Neu zur Auslieferung gelangen u.a. der wohl best-ausgestattete Großbahn-Sound-Decoder am Markt mit besonders großem internen Energiespeicher (MX699), sowie der bisher kleinste Sound-Decoder von ZIMO (der MX649) und ein 8-fach Servo-Decoder mit vielen Zusatzfähigkeiten (MX821).

 
2016 Der Flachdecoder MX600 ist der preisgünstigste ZIMO Decoder seit Langem, ohne Abstriche vom üblichen ZIMO Standard; einseitig bestückt, dadurch in der Fläche relativ groß, aber flach (2 mm). Weitere Schritte in diesem Jahr sind die Anbindung der Roco Z21 Apps an das ZIMO System (MX10), diverse neue SW-Erweiterungen in den Sound-Decodern im MXULF (jetzt auch mit RailCom), u.a.  
2017 Die Palette Decoder und Sound-Decoder wird vervollständigt, daneben findet bereits die Enwicklung der zukünftigen "MS-Decoder" statt, die zunächst - 1 Jahr später - wegen ihrer mfx-Fähigkeit (viele Funktionalitäten in DCC waren noch nicht fertig) auf den Markt werden sollten. Der Stationär-Einrichtungs-Modul "StEin" ist eine weitere wichtige Entwicklungsaktivität in diesem Jahr.  
2018 Der Subminiatur-Decoder MX616 (8 x 8 x 2 mm), einer der kleinsten Decoder überhaupt (gemessen am Leistungsspektrum wahrscheinlich DER Kleinste) wird jetzt produziert und geliefert.
Das Stationär-Einrichtungs-Modul "StEin" wird erstmals in der Praxis eingesetzt, und zwar vor allem auf sehr großen Anlagen (wo jeweils bis zu 60 "StEine" gebraucht werden), und gleichzeitig SW-mäßig weiterentwickelt, tw. zusammen mit dem Fahrpult MX32. das auch als Bedienungsoberfläche für StEin dient.
 
2019 Die MS-Decoder (16-bit Sound, Multiprotokoll DCC & mfx) sind die wichtigste Neuheit; die diversen Typen (nach Baugrößen und Schnittstellen) werden sukzessive auf den Markt gebracht. Daneben kommt die alternative Digitalzentrale MX10EC, die kleinere Ausführung des MX10.